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Leben in einer Gruppe

Mit einem Hund zusammen leben bedeutet, in einer Gruppe zu leben. Es gibt verschiedene Interessen und Bedürfnisse, es gibt gemeinsame Interessen oder Bedürfnisse. Das bringt Bewegung in die Gruppe und manchmal auch Reibung.

Wie sich eine Gruppe bildet

Die Etappen der Gruppe

Das Leben der Gruppe fängt damit an, dass sie zusammen kommt. Dieser Abschnitt wird forming genannt. Man kennt sich noch nicht, fängt aber an, sich kennezulernen.

Mit der Zeit entsteht in der Gruppe Knatsch. Es gibt Streit und Uneinigkeit über das Miteinander, was okay ist und was nicht, wie man sich zueinander verhält, wer welche Aufgaben übernimmt. Dieser Abschnitt nennt sich storming.

Es bilden sich Regeln heraus, die sich verändern können, oder abgeschafft werden, andere Regeln kommen dazu, bis die Gruppe sich stabilisiert. Dieser Abschnitt wird norming genannt. Diese Regeln helfen Reibung zu verringern und ein Gefühl von Zusammengehörigkeit zu schaffen.

Die Gruppe kann nun Leistung zeigen, kann funktionieren und gedeihen. Dieser Abschnitt nennt sich performing. Es kehrt nun ein Alltag ein.

Diese Etappen sind nicht absolut und nicht zu Ende - es gibt fließende Übergänge, geht durch Etappen erneut durch.

Ein Hund zieht ein

Wenn ein Hund bei uns einzieht, durchlaufen wir diese Abschnitte. Darf der Hund aufs Sofa, kann ich dem Hund sein Pelz flauschen, kann die Futterschüssel überfallen werden, oder soll der Hund kurz warten, bis die Schüssel auf dem Boden liegt, mag der Hund an seinem Liegeplatz gekrault werden, mag er eher ein Brustgeschirr?

Man lernt sich kennen und seine Eigenheiten, Vorlieben und Abneigungen und richtet sich aufeinander ein. Das geht nicht ganz ohne Reibung. Mit der Zeit bilden sich Regeln heraus an die sich alle halten, auch der Hundehaltende, und die Gruppe wird leistungsstark, der Alltag nimmt Fahrt auf und gemeinsam hat man eine tolle Zeit.

Das betrifft aber nicht nur den Hund, der einzieht! Ein neues Hund kann sich auch auf bestehende menschliche Beziehungen und auswirken und auch auf die Beziehung zu bestehenden Tiere und Hunde.

Der bestehende Hund mag vielleicht die Decke nicht teilen, oder muss sich die Zeit mit dem Menschen mit dem neuen Hund teilen; Menschen sind sich uneinig, welche Regeln für den Hund und den Menschen gelten; der Hund kann sich zu bestimmten Menschen enger binden, Eifersucht unter den Menschen kann entstehen; ein Mensch mag die Zeit zum anderen Menschen nicht mit dem neuen Hund teilen; ein Mensch mag den neuen Hund nicht.

Es gibt viele andere Möglichkeiten, klar ist: Ein Hund, der einzieht, wirkt sich auf die bestehenden Beziehungen in der Gruppe aus.