Antigiftköder Training
Auch einen Staubsauger als Hund? Man kann mit dem Hund daran arbeiten, dass er nicht alles aufsaugt, was auf dem Weg liegt.
Der eine wichtige Baustein ist, eine hohe Motivation aufzubauen und alternative Verhalten zu stärken.
Der Lohn für das andere Verhalten muss hoch genug sein. Bekommt der Hund weniger für das andere, unerwünschte Verhalten, dann lohnt es sich nicht für ihn, denn er verliert etwas - er wird also bestraft dafür, dass er das Essen auf dem Boden liegen lässt. Wir wollen aber dass es sich für den Hund lohnt, Essen am Boden liegen zu lassen.
Alternative Verhalten müssen einiges anbieten: in weniger Zeit leichter an bessere Belohnung zu kommen. Weniger aufwand für den Hund und eine bessere Belohnung - das sind die Gamechanger.
Der andere wichtige Baustein ist, seinen Hund zu kenne und lesen zu können und ihn nicht zu überfordern. Ein hungriger Hund wird eher Essen vom Boden aufnehmen; manche Hunde sind eher auf Essen fokusiert; ein müder Hund wird mehr Mühe haben, sich zu beherrschen; zuviel Essen auf dem Boden kann die Selbstbeherrschung des Hundes überfordern. Seinen Hund zu kennen und zu verstehen und entsprechend Situationen zu vermeiden oder anders zu gestalten, das ist der zweite wichtige Baustein.
- Motivation und Alternativen
- Kenne deinen Hund und seine Grenzen
Aufbau
Der Hund soll eine Idee bekommen, dass er sich auf Dinge, die am Boden liegen, nicht stürzen soll. Dafür legt man einen Karton, oder Pappteller, auf den Boden. Der Hund an der Leine steht etwa 1 Meter Abstand davon weg - wenn ihr mehr Abstand braucht, dann baut mehr Abstand auf.
nicht bewegen
In dieser Situation verstärkt ihr nun jedes Verhalten, das nicht zum Karton hin geht: Euch angucken, am Gebüsch schnuppern, davon weg laufen. Nutzt Euren Körper zur Kommunikation - dreht euch weg vom Karton, schaut den Hund an, bietet eine Hand zur Kontaktaufnahme an. Kommuniziert freundlich mit eurem Hund.
und Action
Dann fangt an, daran vorbei zu laufen. Jetzt erst, wo der Hund eine Idee hat von der Übung, kommt die Bewegung dazu. Geht an lockerer Leine, immer in einem Abstand, wo der Hund sich noch beherrschen kann und sich nicht drauf stürzt. Das ist wichtig. Wenn ihr erwünschtes Verhalten seht: verstärkt es.
Sollte der Hund an der Leine ziehen, geht zurück zum ersten Trainings-Schritt: stehen oder sitzen bleiben und den Hund für alternative Verhalten belohnen.
Die nächsten Schritte
Die Grundschritte haben wir. Diese wiederholen sich von nun an. Verändert wird die Situation - im Garten, auf dem Fußweg, im Park, auf der Wiese, bei Freunden in der Wohnung - und das Futter - ein Stück trockenes Brot, ein Döner, ein Stück Käse.
Und danach?
Vergesst nicht, dass Eueer Hund gerne Sachen isst und gerne Futter vom Boden aufnimmt. Das kann man nicht abtrainieren. Ihr habt eine Alternative mit eurem aufgebaut und diese muss immer wieder belohnt werden. Es kann durchaus sein, dass es Situationen gibt, in denen Eurer Hund nicht so funktioniert, wie man es sich wünscht und man ihm das dann ersparrt.