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Abruf

Dass der Hund kommt, wenn man ihn ruft, macht es erst möglich, seinen Hund von der Leine zu lassen. Ob Radfahrer, Straßenverkehr, oder andere Hunde: Hunde können für Andere eine Gefahr sein oder ein Störreiz. Um das zu vermeiden, ruft man seinen Hund zu sich, wenn es wichtig ist.

Grundlage

Hunde kommen vorallem dann schnell und gerne zurück, wenn sie sich wohl, geborgen und gut fühlen bei ihrem Menschen. Fürchtet sich der Hund, oder fühlt sich anderweitig nicht wohl, wird er nicht - oder nur zögernd - zurück kommen.

Gemeinsam mit dem Hund die Welt erkunden, dem Hund Sicherheit geben, mit dem Hund gemeiname Aktivitäten unternehmen, mit dem Hund spielen, Kontakt suchen, Körperpflege, Nasenarbeit - all das gehört zur Beziehungsarbeit dazu.

Wer will, dass sein Hund zurück kommt, sollte für den Hund spannend sein und eine gute Beziehung zum Hund haben.

Wichtig ist auch, den seinen Hund zu kennen und lesen zu können, um ihn nur dort von der Leine zu lassen, wo man sicher ist, dass es keine Probleme gibt und der Hund auch zurück kommt.

Wenn diese Grundlagen gegeben sind, kommt der Aufbau des Verhaltens. Die drei Säulen des Abrufes sind also:

Los geht's
Die ersten Schritte

Alle drei Säulen können parallel gestärkt werden. Das Wunschverhalten (der Hund kommt auf Ruf) ist ein Teil des Ganzen.

Beziehung

Den Hund mit Kosenamen / Nickname ansprechen; wenn er zu uns schaut oder zu uns läuft, mit ihm kurz reden (na, auch wieder da?); wenn der Hund zu uns kommt, ihm anbieten, ihn zu kraulen; wenn der Hund stehen bleibt, ebenfalls stehen bleiben und beobachten; unterwegs mit dem Hund Nasenarbeit machen (z.B. die Leine auf dem Boden auslegen und entlang der Leine Keckse verteilen, die der Hund suchen soll); unterwegs über Hindernisse laufen; sich hinsetzen und die Welt anschauen, dem Hund Kontakt anbieten; kleine Trainings einbauen (Blickkontakt verstärken, Pfote geben, Slalom laufen).

Erst wenn wir mit dem Hund in Beziehung treten, können wir erwarten, dass er gerne zu uns kommt.

Zur Beziehung gehört auch eie klare Kommunikation: Wenn er ihr loslauft, gebt ein Signal (z.B. mit der Zunge schnalzen); wenn ihr stehen bleibt, richtet eure Körperachse auf den Hund aus; vermeidet einen starren Blick in die Augen des Hundes - für viele Hunde kann das bedrohlich wirken; vermeidet es, über den Hund zu beugen oder frontal zu stehen, wenn der Hund zu euch kommt - das ist für viele Hunde unfreundlich und kann bedrohlich wirken; eine fröhliche, einladende Stimme wirkt auf den Hund einladend.

Die Situation

Macht euch Notizen. Wo, wann, in welcher Situation kann der Hund von der Leine gelassen werden? Was ist es, das euren Hund ablenkt oder wegrennen lässt? (Katzen, Rehe, Vögel, ..., andere Hunde?). Umso besser ihr euren Hund kennt, desto eher könnt ihr ihn von der Leine lassen und ihm Freiheiten geben.

Verhalten aufbauen

Zwei Grundideen sind hier wichtig: Der Hund kann nicht weit weg sein und bei uns; der Hund braucht eine hohe Motivation, bei uns sein zu wollen, dann wird er auch zu uns kommen.

Verhalten aufbauen

An einem ruhigen Ort, wo der Hund ohne Leine sein kann, klatschen wir auf den Schenkel oder in die Hände, geben dem Hund ein Keks. Im nächsten Schritt klatschen wir, gehen 1-2 Schritte rückwärts und wenn der Hund folgt, gibt es einen Keks; in einem weiteren Schritt laufen wir seitwärts und belohnen den Hund fürs Folgen.

Wir bauen zuerst Motivation auf (Klatschen -> Futter), von dort geht es ins Verhalten (Klatschen -> Folgen -> Futter)

Wir arbeiten uns vor, bis wir dann klatschen und vorwärts laufen und wenn der Hund uns folgt, es einen Keks gibt. Von hier aus steigern wir die Anforderungen.

In jeder Situation fangen wir bei Schritt eins an, arbeiten uns dann voran. Wenn wir verschiedene Situationen haben, in denen das funktioniert, gehen wir zu Alltagsverstärkern über.

Dinge die der Hund möchte, das sind Alltagsverstärker

Beobachtet euren Hund, was möchte er? Das könnt ihr dann als Verstärker nehmen.